Linguistische Innovation und ihre Folgen
- 4. Feb.
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Vor Kurzem las ich eher zufällig einen Bericht über den Nordamerikanischen Fleckenskink. Da das englische "skunk" eines der wenigen Lehnwörter ist, die aus den nordamerikanischen Indianersprachen übernommen wurden, war mein Interesse doppelt geweckt.
Obwohl ich meine BA-Arbeit im Fach Anglistik schreibe (und nicht etwa Zoologie), konnte ich das Stinktier (skunk) gleich in mehreren Passagen unterbringen. Dabei beleuchte ich verschiedene linguistische Aspekte, selbstverständlich mit wissenschaftlichen Belegen.
Sogar bei einer Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche habe ich nach Absprache das Wort „Stinktier“ verwendet (die Ausdrucksweise im Originaltext war deutlich unflätiger, weshalb ich den ursprünglichen Ausdruck nicht ohne Rückfrage übernehmen wollte).
Doch auch bei meinen Überlegungen zu anderen Texten tauchten aus heiterem Himmel Stinktiere auf … selbstverständlich auch dort, wo sie gar nicht ins Konzept passen. Ein Sachbuch, das ich gerade in Planung habe, hat mit Tieren herzlich wenig zu tun, und auch in meinen Romanen würde ein Stinktier eher seltsam anmuten. Ich konnte es gerade noch verhindern, dass in meinem neuen Roman über die Spätantike ein Stinktier Einzug hält :-)
Gegen kreative Gedanken ist nichts einzuwenden, doch hier muss man sehr genau darauf achten, dass die Sache stimmig ist.


