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Ich betrete Neuland

  • 6. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Mein Buch über Cyberkriminalität nimmt allmählich Gestalt an. Jetzt geht es in die Überarbeitungsphase - zumindest von Teil 1.


Schon seit Jahren möchte ich dieses Buch schreiben, doch mein Studium hat mich bislang davon abgehalten. Letzten Sommer unternahm ich einen Versuch, dieses Projekt parallel zu meinem Studium voranzutreiben, doch die Arbeitsbelastung machte mir einen Strich durch die Rechnung. Nach meinem Abschluss gibt es keine Ausrede mehr. Die brauche ich auch gar nicht - so komplex die Materie an manchen Stellen ist, schreibe ich doch ungeheuer gerne an meinem ersten Sachbuch-Manuskript.


In nutzergerechter Sprache zeige ich die gängigsten Bedrohungen auf und erläutere Vorsichtsmaßnahmen und Strategien, falls man schon ins Visier von Cyberkriminellen geraten ist. Somit sind keine vertieften IT-Kenntnisse erforderlich, um die Inhalte zu verstehen.


Allerdings musste ich feststellen, dass es damit nicht abgetan ist. Als ich anfing, konzentrierte ich mich nur auf Problemlösungen. Diese sind zuhauf in meinem Buch vertreten, doch das ist nicht der erste Schritt.


Während meiner Arbeit an den Fallanalysen wurde mir klar, dass ich viel niederschwelliger einsteigen muss. Betroffene von Cyberkriminalität schämen sich häufig für das, was ihnen passiert ist. Nicht selten werden sie belächelt oder beschuldigt, Cybermobbing & Co. selbst verursacht - oder sogar "verdient" - zu haben. Da fühlt man sich doch gleich viel besser, wenn man sich einreden kann, die Zielperson hätte üble Nachrede, Belästigung usw. selbst verschuldet.


Mein Buch soll nicht nur über mögliche Gegenmaßnahmen aufklären, sondern auch das Selbstbewusstsein der Betroffenen stärken. Ihr seid NICHT schuld. Wir sind NICHT verantwortlich für die kriminellen Aktivitäten anderer Leute. Lasst euch nichts anderes einreden.

 
 
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